Die österreichische Justiz
 

Erwachsenenschutzrecht
(Vorsorgevollmacht und Erwachsenenvertretung)

Zu den Formularen

Nachstehend finden Sie Formulare im Zusammenhang mit dem Erwachsenenschutzrecht (Vorsorgevollmacht, gewählte/gesetzliche/gerichtliche Erwachsenenvertretung). Weitere Informationen und (Ansichts)muster zum Erwachsenenschutzrecht finden Sie auch im Bereich justiz.gv.at/erwachsenenschutz in der Rubrik 'Muster'.

Anregung zur Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters

Wenn eine volljährige Person aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer vergleichbaren Beeinträchtigung in ihrer Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt ist und ihr ein Nachteil droht, weil sie manche ihrer Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen kann, kann für diese Angelegenheiten eine gesetzliche Vertreterin/ein gesetzlicher Vertreter tätig werden. Es gibt für erwachsene Personen mehrere Möglichkeiten der gesetzlichen Vertretung: Vorsorgevollmacht (Säule 1), gewählte Erwachsenenvertretung (Säule 2), gesetzliche Erwachsenenvertretung (Säule 3) und gerichtliche Erwachsenenvertretung (Säule 4).

Die gerichtliche Erwachsenenvertretung ist dabei die letzte Stufe der Vertretungsmöglichkeiten. Wie sich bereits aus der Bezeichnung ergibt, liegt die Entscheidung hier beim Gericht. Die Frage, ob und in welchem Umfang jemand einen/eine Erwachsenenvertreter/in benötigt, wird – anders als bei den anderen Säulen – in einem gerichtlichen Verfahren geklärt. Das gerichtliche Verfahren kann über Anregung eines Dritten (insbesondere auch eines Angehörigen) eingeleitet werden. Das nachstehende Formular „Anregung zur Bestellung eines gerichtlichen Erwachsenenvertreters“ kann für eine solche Anregung bei Gericht verwendet werden.

Bitte beachten Sie auch die Hilfetexte und allfälligen weiteren Informationen in den Formularen.

Sofern Sie über eine Bürgerkarte („Handy Signatur“) verfügen, füllen Sie bitte das PDF-Formular elektronisch aus (z.B. mit kostenlosen Anwendungen wie Adobe Acrobat Reader) und senden Sie es als Allgemeine Eingabe an das Gericht. Wenn Sie das elektronisch ausgefüllte Formular als Allgemeine Eingabe übermitteln, müssen Sie es NICHT unterschreiben - daher sollten Sie das Formular nicht ausdrucken und händisch unterschreiben. Sie können das Unterschriftenfeld beim PDF-Formular unausgefüllt lassen. Es reicht aus, dass Sie sich unter Allgemeine Eingabe mit Ihrer Bürgerkarte anmelden und dann das Formular (ohne Unterschrift/elektronische Signatur) als Datei/Anhang übermitteln.

Sofern Sie über keine Bürgerkarte („Handy Signatur“) verfügen oder das Formular postalisch einbringen möchten, können Sie das Formular elektronisch ausfüllen und anschließend ausdrucken, um es in Papierform an das zuständige Gericht zu übermitteln. Bitte beachten Sie, dass Sie das ausgedruckte Formular unbedingt eigenhändig unterfertigen müssen, weil andernfalls keine formgültige Eingabe erfolgt und Ihnen das Formular zur Verbesserung zurückgesandt wird.

Formulare